Woodhouse Jazzband und Daniela Rothenburg

02.01.2003: Woodhouse Jazzband und Daniela Rothenburg

Einfallsreich und unverfälscht – Woodhouse Jazzband und Daniela Rothenburg spielten ihm jüngsten Jazzclub-Konzert

Es war ein Jubiläumskonzert, zu dem der Jazzclub Lippstadt am Donnerstag in die Lounge am Tivoli geladen hatte. Die Männer der Woodhouse Jazzband feiern in diesem Jahr den fünfzigsten Geburtstag ihrer Formation. Keiner der Gründungsväter spielt mehr in ihren Reihen, aber die Tradition der Band, guten unverfälschten Jazz ohne Ausrutscher in die Untiefen von Schlager und Volksmusik zu spielen, halten die heutigen Mitglieder der Band, alle Musiker im besten Alter, aufrecht.

„Die Männer verstehen ihr Handwerk. Sie haben Spaß an der Musik und sie sind unheimlich kreativ“, sagte die Dortmunder Sängerin Daniela Rothenburg im Gespräch. Sie arbeitet gern mit den Männern der Woodhouse-Jazzband zusammen, die nie an den Noten entlangspielen, sondern immer wieder mit einfallsreichen Improvisationen überraschen. Man konnte es hören und auch sehen. Und auch Daniela Rothenburg gestaltet ihre Melodien genau so einfallsreich wie die Männer der Band.

„Stellen sie sich vor, ich wäre ein ganz armes Mädchen“, sagt sie und haucht und raunt „I can give you anything but love“ ins Mikrofon. Jochen Bosak am Flügel lässt dazu ganz zarte Melodien aufblühen und wieder verklingen. Rolf Drese streichelt sein Schlagzeug. Horst Janßen flüstert mit seiner Posaune und Andy Scheel am Bass liefert dazu tiefe melancholische Tupfer.

Dann wird die Band munter. Uli Karrenberg, der gleich drei Saxofone und eine Klarinette mitgebracht hat, kommt auf Touren und beglückt seine Hörer mit einfallsreichen Soli. Es macht Spaß, den verästelten Wegen seiner Melodien zu folgen. Hendrik Leuwe lässt Flügelhorn und Trompete schmettern und quäken. Horst Janßens Posaune fängt deftig an zu röhren. Musik wie in guten alten Tagen!

Daniela Rothenburg arbeitet mit verschiedenen Bands zusammen. Aber die Woodhouse Jazzband ist ihr die liebste. Wer „My baby just cares for me“ oder ihren „Mackie Messer“ an diesem Abend im Tivoli gehört hat, kann das verstehen.

Text und Bild: Der Patriot / wh
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