Marikjke & Michiel beim Jazz-Brunch am 10.05.2026 im Tivoli

10.05.2026: Jazz-Brunch mit Marijke & Michiel

Bericht im Lippstädter Patriot vom 11.05.2026. Text: Dierk Hartleb.
Vielen Dank für die Berichterstattung und die Ankündigung vom 04.05.2026.
Fotos: Peter Hoffmann 


„Es war einer dieser unvergesslichen Frühlingstage. Zum Jazz-Brunch am Sonntagmorgen im Lippstädter Tivoli strömten die Besucherinnen und Besucher unablässig, so dass die 120 vorbestellten Plätze bis auf wenige Nachzügler zum Konzertbeginn besetzt waren.

„Wir hätten auch gut und gern 200 Karten verkaufen können“, meinte Frank Haupert. Im Jazzclub-Vorstand für die Künstlerbetreuung zuständig, lag ihm das Wohl von Marijke & Michiel am Herzen, die sich in der Biergartenatmosphäre am Muttertag ausgesprochen wohl fühlten.

Ursprünglich kommt das niederländische Geschwisterduo mit Geburtsort Amsterdam aus der Klassik. Die aber ließen Marijke und Michiel Wiesenekker außen vor und konzentrierten sich mehr auf Bluegrass, Blues in seinen verschiedenen Spielarten, sanften Rumbaklängen, Swing und Folk und streuten auch Klezmerelemente ein.

Dem legendären Mitbegründer des europäischen Gipsy-Jazz Django Reinhardt, der die deutsche Besatzung in Paris im Versteck überlebt hat, widmeten sie das Stück „Mirage“. Mit ansteckenden Rhythmen, wozu auch Nummern des großen Jazz-Avantgardisten Duke Ellington gehörten, versetzten Marijke und Michiel Wiesenekker ihr Publikum in eine beschwingte Stimmung und folgten dabei ihrem Grundsatz „Lieber kreuz und quer als durchschnittlich“.

Dabei ergänzte sich das Zusammenspiel der Mandoline von Marijke und der Gitarre von Michiel zu einer perfekten Symbiose, die das Zuhören zum sinnlichen Erleben machte.

Dass das völlig unprätentiöse Geschwisterpaar, das als „Amsterdams Gitaaren Mandoline Duo“ durch die Welt tourt, seit dem Studium in Wuppertal zu Hause ist, hat den leicht nachvollziehbaren Grund, dass seinerzeit Mandoline an der Bergischen Hochschule für Musik und Tanz in Wuppertal unterrichtet wurde. Weil ihr Klavier und Harfe zu groß und zum Transport eher ungeeignet erschienen seien, habe sie sich damals bei der Wahl ihres Studienfachs für die Mandoline entschieden, verrät die sympathische Niederländerin im Gespräch in der Konzertpause.

Die entspannte Muttertagsatmosphäre beim Brunch hätte auch noch locker für nachmittags gereicht, wie sich einige Besucherinnen und Besucher bei der Begrüßung durch den Jazzclub-Vorsitzenden Hermann-Josef Skutnik gewünscht hatten. Umso lieber werden sie am 6. Juni zum nächsten Konzert mit Soleil Niklasson um 19.30 Uhr ins Stadttheater kommen.“